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mit freundlicher Genehmigung von Claudia Haider

Byzanz

Byzantinische Funde zeigen Querflötisten in Elfenbein, auf Pergament und auf Fresken.Das Bild hier zeigt einen Ausschnitt aus einem Relief eines Elfenbeinkästchens (10. Jahrhundert). Es stellt einen byzantinischen Flötisten dar.                                                                                                        Es handelt sich hierbei um die frühesten mittelalterlichen Darstellungen. Auch hier wird die Flöte weiterhin nach links gehalten. Die Musiker gehörten dem Berufsstand des Schaugewerbes an

Im elften Jahrhunder findet sich eine Darstellung mit nach rechts gespielter Flöte.(linkes Bild) Sie illustriert ein Gedicht. Eine Miniatur aus dem 11. Jahrhundert mit dem Titel:


 
David , der die Querflöte spielt.
 

Eine Illustration eines griechischen Psalters, kopiert 1066 von Theodor von Caesarea in Konstantinop

 

Das Abendland

Die abendländischen Funde stammen aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Die älteste Darstellung stammt aus der Klosterschrift Hortus deliciarium aus Landsberg und stellt eine Querflöte spielende Sirene dar

Ausschnitt aus der Miniatur 240 der Cantigas (14. Jhdt)

 

Querflöte spielende Sirene aus dem Hortus deliciarum, Deutschland,        12. Jahrhundert

 

Weitere Abbildungen finden sich in anderen Kloster Handschriften . Weil lediglich eines der gefundenen Bilder eine rechts gespielte Flöte zeigt, läßt sich vermuten, daß auch hier noch die links gehaltenen Instrumente vorherrschend waren. Da in der Frühzeit in Europa rechst gespielt wurde, und nur asiatische Abbildungen Links-Flöten zeigen, kann man annehmen, daß das Instrument hier vergessen und am Anfang des 2. Jahrhunderts aus Byzanz wieder eingeführt wurde.
Die zu den Zeichnungen gehörenden Texte bezeichnen die Flöte als swegel. Dieser Wortstamm lebt noch heute im Slowenischen (swégla) und Kroatischen (zvegla) weiter. Neben dem Instrument bezeichnete dieser Ausdruck auch den Schienbeinknochen. Die Wort-Verwandtschaft deutet darauf hin, daß auch im Mittelalter noch Flöten aus Knochen gebaut wurden. Diese Vermutung wird durch zahlreiche Funde untermauert.
Andere übliche Bezeichnungen sind: fistula, pipa (lat.) und pfife (althochdeutsch). Alle diese Worte bezeichnen auch andere hohe Blasinstrumente und sind somit unspezifisch.
Im 12. Jahrhundert tauchen erstmals Formen des Wortes flûte im Französischen auf (Vermutlich von lat. flatus). Dieser Ausdruck wird von den benachbarten Sprachen lautähnlich übernommen. Zu Anfang bezeichnet er jedoch noch die Block- und die Querflöte. Eine sprachliche Trennung erfolgt erst im 13. Jahrhundert.
Im 14. Jahrhundert wird die Querflöte in Deutschland beinahe in der Mitte geblasen. Das zeigt eine Abbildung der "Manesse Handschrift" sowie ein zeitgenösischer Bericht über deutsche Flötisten.
 

 

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