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Die erste Goldflöte wurde 1869 von Louis Lot gebaut. Neben Silber und Gold sind heute für den Flötenbau
folgende Materialien gebräuchlich: vergoldetes Silber, Weißgold, Neusilber (Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel), Platin und Palladium. Nach Böhms einschneidenden Verbesserungen nahm die Verbreitung der Flöte
rasch zu. Die bessere Intonation und flexiblere Fingertechnik bewegte viele Komponisten dazu, Werke für das neue Instrument zu schreiben. Mit der neuen Literatur steigerten sich auch die musikalischen Leistungen,
neue Techniken wie die Flatterzunge hielten Einzug. Durch Lehrer wie Taffariel, Gaubert und natürlich Moyse gewann Ende des vergangenen Jahrhunderts Frankreich eine Vormachtstellung in der Flötenwelt. Mit Fug und
Recht kann man die Querflöte als Modeinstrument unserer Zeit bezeichnen. Ein Indiz hierfür sind die stets überlaufenen Flötenklassen an den Musikschulen. Auch Künstler wie James Galway, James Newton oder Jethro Tull
gewinnen für die Querflöte Liebhaber, indem sie neue Musikbereiche für das Instrument erschließen . Natürlich wird auch heute weiter experimentiert und geforscht, um das Instrument zu verbessern. Besonders im
Bereich der Polster bieten neue künstliche Materialien Alternativen. Auch Anpassungen für sehr junge Flötisten sind ein großer Markt .
Entwicklungen im Rahmen neuer Spieltechniken führen zu zusätzlichen Bohrungen und Klappen. Als Beispiele seien hier die Matusi Flöte von Matthias Ziegler und die Kingma-Flöte genannt. Bei
ersterer befindet sich in der Nähe des Daumens eine zusätzliche Bohrung, die durch eine Membran verschlossen ist. Während des Spiels schwingt die Membran mit und erzeugt einen Klang, der an chinesische Bambusflöten
erinnert. Ein Dämpfer ermöglicht es, diesen Effekt bei Bedarf abzustellen. Mit der Kingma-Flöte ist es möglich Mehrklänge, Glissandi und Viertelstöne zu erzeugen
Eine weitere neue Flöte baut auf neue Materialien. Bei der Matit-Flöte sind Korpus und Kopf aus Carbonfasern. Bei der Mechanik sind die Federn durch Magnete ersetzt. Polster gibt es bei diesem Instrument nicht mehr.
Unter dem Namen Flautus Tremendus wird eine dreiteilige Zugflöte vertrieben. Diese Technik wurde speziell für Glissando-Stellen entwickelt.
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