|
Es besaß noch immersehr große Ähnlichkeit mit dem Volkschalumeau, deren Bohrung zylindrisch war. Denner baute das Chalumeau in
drei Teilen; Kopfstück, Mittelstück und einem drehbaren Fuß. Das Kopfstück glich dem einer Flöte (schnabelförmig), auf dem dann das Einzelrohrblatt befestigt wurde. In der Werkstatt von Denner wurde später die
heutige Klarinette erfunden, vom Prinzip ein Tenorchalumeau, jedoch mit weit ausladendem Schallstück. Die erste schriftliche Erwähnung findet sich in einer 1710 von Denners Sohn Jacob verfassten Aufstellung von 23
Holzblasinstrumenten. Um die Schallröhre exakter ausbohren zu können und das Stimmen einfacher zu machen, teilte man das Klangrohr in mehrere, genau aneinander passende Stücke. Da die Stimmlage des Instrumentes von
der Gesamtlänge der Schallröhre abhängig ist, kamen die Instrumentenbauer auf die geniale Idee, für einen Abschnitt des Klangkörpers unterschiedlich lange Austauschstücke bereitzustellen, die nach ihrer
französischen Bezeichnung "corps de rechange" ("Wechsel Korpus") genannt werden.
|