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Wohlerst Ende des 17. Jh. nahmen sich einige Instrumentenmacher des Chalumeaus (Schalmei oder lat. calamus) an. Ausgangspunkt war wahrscheinlich diese Einzelrohrblattschalmei. Einfache Chalumeaus besaßen sechs vordere Tonlöcher und ein hochstehendes Daumenloch. Anfang des 18. Jh. wurde das Chalumeau durch Johann Christoph Denner verbessert.

Chalumeau

Es besaß noch immersehr große Ähnlichkeit mit dem Volkschalumeau, deren Bohrung zylindrisch war. Denner baute das Chalumeau in drei Teilen; Kopfstück, Mittelstück und einem drehbaren Fuß. Das Kopfstück glich dem einer Flöte (schnabelförmig), auf dem dann das Einzelrohrblatt befestigt wurde. In der Werkstatt von Denner wurde später die heutige Klarinette erfunden, vom Prinzip ein Tenorchalumeau, jedoch mit weit ausladendem Schallstück. Die erste schriftliche Erwähnung findet sich in einer 1710 von Denners Sohn Jacob verfassten Aufstellung von 23 Holzblasinstrumenten. Um die Schallröhre exakter ausbohren zu können und das Stimmen einfacher zu machen, teilte man das Klangrohr in mehrere, genau aneinander passende Stücke. Da die Stimmlage des Instrumentes von der Gesamtlänge der Schallröhre abhängig ist, kamen die Instrumentenbauer auf die geniale Idee, für einen Abschnitt des Klangkörpers unterschiedlich lange Austauschstücke bereitzustellen, die nach ihrer französischen Bezeichnung "corps de rechange" ("Wechsel Korpus") genannt werden.

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