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Um die Mitte des 18. Jh. besaß die Klarinette schon drei Klappen. Nun ging es relativ
schnell mit der Erweiterung des Klappenumfanges voran. Die Instrumentenbauer orientierten sich dabei an der Oboe und der Flöte, welche schon wesentlich weiterentwickelt waren. Die Klarinetten wurden in
verschiedenen Stimmungen gebaut, auf denen chromatisch, mittels Gabelgriffen und einigen Klappen, geblasen werden konnte. Ebenfalls zu dieser Zeit wurde die Klarinette ins Orchester eingeführt (Mannheim
1767). Nach anfänglichen Schwierigkeiten sicherte sich die Klarinette einen festen Platz im Orchester. Es wurden Konzerte für Klarinette geschrieben, z.B. Stamitz, Mozart usw. Aber es tat sich noch
einiges im Klarinettenbau, besonders ist dabei Iwan Müller hervorzuheben. Als Klarinettist und Instrumentenbauer hatte er die besten Voraussetzungen. Er präsentierte 1825 einer Pariser Jury eine neue Klarinette mit dreizehn Klappen, die es ermöglichen sollte, von nun an auf die verschiedenen Stimmungen zu verzichten, da seine neue B-Klarinette allen Tonarten in gleicher Weise gerecht wurde. Das Gutachten fiel zwar nicht besonders günstig für ihn aus, dennnoch war seine eingeleitete Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Auch veröffentlichte der zeitweilig in London lebende Iwan Müller ein Lehrbuch für seine neue Klarinette, das er dem englischen König Georg IV. widmen durfte
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