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Oboe

Naive Anmut, unberührte Unschuld, stille Freude wie Schmerz eines zarten Wesens, alles dies vermag die Oboe im Kantabile aufs Glücklichste wiederzugeben. Auch ein gewisser Grad von Erregung ist ihr zugänglich, doch muss man sich hüten, ihn bis zum Schrei der Leidenschaft, bis zum stürmischen Ausbruch des Zornes, der Drohung oder des Heldenmuts steigern zu wollen; denn ihre kleine, herb-liebliche Stimme wird dann machtlos und verfällt vollständig ins Unnatürliche.(Hector Berlioz, 1856)

Die Oboenfamilie

Oboe: Die Oboe ist in c gestimmt. Ihr Tonumgang erstreckt    sich vom kleinen b bis a3. Da Doppelrohrblattinstrumente eine konische Bohrung haben,beträgt der Innendurchmesser am Rohr  4mm und am Schallbecher 38,1 mm. Die Gesamtlange beträgt 645 mm.

 Oboe d’àmore: Die Oboe d’amore (kleiners Instrument Bild oben)oder auch Liebesoboe genannt ist eine Terz tiefer wie die Oboe in a gestimmt. Der Tonumfang reicht hier vom kleinen gis bis cis 3. Die Gesamtlänge beträgt 725 mm.

Heckelphon

Englischhorn: Das Englischhorn ist eine Quinte unter der Oboe in f gestimmt. Hier reicht der Tonumfang vom kleinen e bis b2. Es hat eine Gesamtlänge von 900 mm

Heckelphon

Das Heckelphon ist eine Oktave tiefer wie die Oboe und demnach auch  in c gestimmt. Der Tonumfang erstreckt sich hier vom großen A bis f2.Die Gesamtlänge ist ungefähr 1290 mm.Die Anregung zum Bau dieses Instrumentes gab Richard Wagner, der bei einem Besuch von Wilhelm Heckel im Jahre 1879 sagte:

".... Ein Klangfaktor in der Gattung der Doppelrohrblattinstrumente fehle, welcher eine Oktave tiefer als die Oboe stehe; das Instrument müsse den Charakter der Oboe mit dem weichen, aber mächtigen Klang des Alpenhorns verbinden....."

Aber erst 1904 wurde das erste Heckelphon in der Bayreuther "Villa Wahnfried" dem Publikum vorgestellt.Durch die Erweiterung der Mensur und den kugeligen Schallbecher des Heckelphons, entstand ein Instrument, das in Bezug auf Klang, Intonation und Ausdrucksstärke für den Orcherstergebrauch geeignet war.

 

Baryton Oboe

Viele Komponisten haben sich den Oboeninstrumenten angenommen. Leider bleibt das einzige Oboenkonzert Beethovens verschollen

Die Geschichte der Oboe

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